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Hp Franz Thews
Während meines Aufenthaltes in der Traumatologie an der Universität für traditionelle chinesische Medizin (TCM) in Peking konnte ich eine Methode,
ähnlich der Kupfermünzmassage kennenlernen. Sie wurde als "Gua Sha Fa" bezeichnet. Über die theoretischen
Grundlagen konnte ich damals leider wenig erfahren. Doch die großen therapeutischen Erfolge, besonders bei
Lähmungen, Muskelatrophie und orthopädischen Störungen hatten mich von der Wirksamkeit dieser Therapie überzeugt.
So nahm ich u.a. mit der Universität für TCM in Chengdu Kontakt auf und konnte etwas die theoretischen und praktischen
Hintergründe beleuchten.
Entwicklung
Ähnlich wie in der Humoralmedizin hat sich im antiken China diese Methode zuerst in der Volksmedizin,
später auch in der Traditionellen Medizin etabliert. Mit einfachen Hausmitteln, so z.B.:
- dickwandige Porzellanschüsseln
- dickwandige Gläser
- Münzen
- Kochlöffeln
konnten beachtliche therapeutische Erfolge erzielt werden. Bei zunehmender Professionalität fanden spezielle
Geräte aus Büffelhorn und Jade Verwendung. Hierbei wurde die Haut durch Reiben und Ziehen dieser Materialien
solange gereizt, bis sich eine Rötung zeigte. Diese Rötungen, Hämatome und Petechien dienten nicht nur der
Ableitung über die Haut, sondern wurde auch zur Diagnose genutzt. So konnte z.B. an der Anzahl von und der Art
der Petechien an den Extremitäten innerhalb der humoralpathologischen Diagnostik auf ein Focalgeschehen
geschlossen werden. Viel früher jedoch - wahrscheinlich schon seit der Ming Dynastie - wurde diese Methode
beschrieben und die Wirkungsweise dargestellt. Von Frau Prof. Lu Wengin am Institut of Orthopaedics and
Traumatologie an der Academy of TCM in Peking wurde diese Methode aufgegriffen und seit über 10 Jahren mit
medizinischen Anwendungen belegt. Hier besonders mit orthopädischen Störungen und Lähmungen besonders bei
Kindern. Innerhalb Chinas konnte ich diese Methode nicht nur in der Klinik erleben, sondern auch
beim einfachen Volk.
In Deutschland wird diese Methode besonders von Therapeuten angewandt, die diese innerhalb der Ausbildung,
u.a. an den Paracelsus Schulen, kennen- und auch schätzen.
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