Hier ist der Tipp der Woche von Franz Thews – aus dem Leben und für das Leben. Im wöchentlichen Wechsel erhalten Sie Inspirationen für die Gestaltung Ihrer Woche.

Schauen Sie wöchentlich rein…

Ihr Franz Thews

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Valentinstag, 7. Kalenderwoche

Valentinstag

Seit Jahren hat sich der Brauch an Valentin Blumen zu schenken eingebürgert. Doch wem freut es mehr, die Beschenkenten oder den Blumenverkäufer. Doch lassen Sie uns einmal schauen, wer war Valentin?

Dies lässt sich heute nicht mehr genau nachvollziehen. Es gibt mehrere Geschichten. Zuerst die schönste. Valentin soll ein reicher Mensch mit einem großen Garten gewesen sein und er schenkte allen verliebten Blumen. Diese Geschichte ist zwar schön- aber wohl nicht war. Die gängigste Version nennt Valentin als Bischof von Terni und als solcher erlitt er 268/269 den Tod um des Glaubens willen. Über seinem Grab an der Via Flaminia in der Nähe von Terni wurde im 8. Jh. eine Kirche errichtet. Um die Mitte des 5. Jahrhunderts erwähnte das Martyrologium Hieronymianum bereits das Gedächtnis Valentins am 14. Februar. Reliquien befinden sich in Worms in der Liebfrauenkirche und zu Kiedrich im Rheingau. Valentin wird dargestellt als Bischof mit Hahn, oder mit Krüppeln und Epileptikern zu seinen Füßen.
Valentin ist Patron der Jugend, Reisenden und Imker. Er wird angerufen für gute Verlobung und Heirat. Bei Ohnmachtsanfälle, und der Fallsucht wird er ebenfalls angerufen. Sein Name ist dafür verantwortlich, das er Patron für die Epileptiker wurde. Aufgrund einer sprachlichen Vernachlässigung wurde aus Valentin "der Fallende" und somit die Fallsucht.


Valentinstag

Blumen trösten nicht über Verletzungen
Pralinen versüßen nicht die Bitterkeit
Abendessen entschädigen nicht für Einsamkeit
Lieder übertönen nicht die Stille
Düfte lassen graue Tage nicht bunt erscheinen
Fernsehen ersetzen nicht Gespräche
Liebe lässt sich nicht an einem Tag erleben


Ach Sie möchten wieder mal eine Geschichte lesen; nun denn.

Es war zu der Zeit wo ich noch Dörfler war, also schon ewig her. Gerade dem Kindesalter entfleucht durfte ich als Jugendlicher, oder junger Erwachsener einmal für längere Zeit in Bad Kissingen wohnen. Für uns Dörfler war die Stadt der Inbegriff des Wohlstandes, Reichtums, des guten Lebens- dort wo die feinen Menschen lebten und wohnten. Angesteckt vom großen Leben und natürlich der Werbung ging ich auch an einem Samstag etwa drei Kilometer zu Fuß zu einem Blumenladen um kurz vor Ladenschluss einen Valentins-Blumenstrauß zu kaufen. Der Verkäufer frage nett und freundlich was ich wünschte, ich antwortete einen Blumenstrauß, was er kosten durfte und schon wurde er mit Kunst und Grazie gebunden. Ein Strauß- wunderschön- nicht so wie ich einen gemacht hätte, halt von Künstlerhand. Nach dem der Blumenstrauß fertig war, griff ich an meine Jacke wurde blass, rot und wohl wieder blass- den ich hatte den Geldbeutel vergessen. Ich musste das dem Verkäufer zu meiner Schande gestehen. Für mich war es eine Schande- damals jedenfalls- sah ja nicht mal aus, als könne ich mir Blumen leisten. Doch für Ihn, den Blumenverkäufer kein Problem: Nehmen Sie die Blumen ruhig mit, sagte er. Ich etwas verwirrt, den diese Situation ganz ungewohnt meinte: aber es wäre schon spät und der Laden mache doch gleich zu. Er meinte, dann kommen Sie nächste Woche und bringen das Geld vorbei. Ob er denn meinen Namen oder sonst was brauche. Nein, nehmen Sie die Blumen und gehen Sie schon. Auf die Frage ob er noch nie enttäuscht wurde, meinte er nur-

ich schenke Vertrauen-

andere Blumen. Diese tiefe Weisheit begleitet mich heute noch.

Obwohl ich, nachdem der Blumenstrauß einige Tage später bezahlt wurde, nie mehr in den Laden kam, hat er mich doch verändert. Das tiefe Vertrauen bringt nicht der ganze äußere Schein- nein tief im Herzen erkennt man Menschen. Ich schenke allen meinen Mitmenschen tiefes Vertrauen- und ob ich nie enttäuscht wurde? Das wären andere Geschichten.

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