Akupunktur-Studium in China
Die Paracelsus Schulen bieten vierwöchige Praktika an der Hochschule
in Lu Zhou, China
Qualitätssicherung in der Heilpraktikerpraxis ist eine der wichtigsten Maxime für die nahe
Zukunft des Berufsstandes, zunehmende Konkurrenz untereinander, die Abgrenzung gegenüber den kurz
ausgebildeten Ärzten für Naturheilverfahren erfordert die qualitative "Hochrüstung"
unserer Kolleginnen und Kollegen. In diesem Sinne haben die Deutschen Paracelsus Schulen bereits mit der
Etablierung der Jahreskurse mit Abschluß als "qualifizierter Therapeut" , z.B. für
die Akupunktur einen großen Schritt in die richtige Richtung getan, aber es sind doch weitere
Schritte hierzu notwendig. Einer davon: Der Aufbau der freundlichen Beziehung zur Hochschule für
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in Lu Zhou, einer Stadt mit 400.000 Einwohnern im Südwesten der
Provinz Sichuan.
1999 werden die Paracelsus Studierenden in drei Gruppen zu den Terminen April, Mai und Oktober nach Lu Zhou
reisen, und ihre Akupunkturfähigkeiten und Kenntnisse in einer sehr effektiven Kombination von Übung
und klinischer Ausbildung optimieren. Hierfür sind hervorragende Voraussetzungen gegeben: Die Hochschule hat
einen hervorragenden Ruf in China und zu ihr gehören drei Kliniken für TCM deren hohe Patientenfrequenz
in ambulanter und stationärer Bedeutung klar macht: Bis zu 450.000 Patienten werden pro Jahr versorgt.
Man kann sich vorstellen, daß unter diesen Bedingungen hervorragende Möglichkeiten für das
sogenannte "bedside teaching" gegeben sind die in Deutschland einfach undenkbar sind. Die
Zusammenarbeit in der nun gefundenen Form hat einiges an Vorbereitungsarbeit notwendig gemacht, an der vor
allem Dr. Ru Cun Zhang, langjähriger Paracelsus Dozent mit seinen alten Verbindungen nach Lu Zhou, weiter
Studienleiterin Christa Michels, Bielefeld und Bettina Rettner, Sonderseminarplanerin in München und vor
allen Dingen Heilpraktiker Franz Thews beteiligt waren.
Franz Thews, war viele Male schon in China und kennt etliche chinesische Universitäten und eine Menge
Kliniken hält aber Lu Zhou für die ideale Lösung für unsere Zwecke. Die Stadt hat es dem
Chinakenner angetan, sie hat ein unverwechselbares Flair, hier ist China noch China, d.h. daß
fremdländische Flair ist noch nicht von Stadtautobahnen und Hochhäusern überwuchert. Trotz der
auch hier deutlich sichtbaren wirtschaftlichen Aufstiegssymptome.
Lu Zouh liegt im Südwesten der Provinz Sichuan, gebettet zwischen zwei Flüsse, am Knotenpunkt mit
zwei weiteren Provinzen, geographisch ein wichtiger Knotenpunkt in diesem Teil von China. Anfangs war die Idee
der Zusammenarbeit sicher noch eine etwas abenteuerliche Vorstellung, aber die Freundlichkeit und Wendigkeit
der Organisatoren und Professoren hat die Utopien schnell zu konkreten Lösungen gebracht. Bereits in
diesem Jahr waren einige Besucher aus dem Kreise der Verbandsmitglieder des FVDH in Lu Zouh, haben eine Menge
gelernt, und die sich hier entwickelnden Freundschaften haben auch bereits zu Vereinbarung von Gegenbesuchen
geführt: Eine Gruppe von Ärzten und Studenten aus Lu Zouh werden in diesem Jahr noch zu Gast bei
den Deutschen Paracelsus Schulen und beim Freien Verband Deutscher Heilpraktiker sein. Die Einladung
wurde ebenfalls von Franz Thews koordiniert. Bei der geplanten Rundreise der Kollegen aus Asien werden sie
in einigen Vorträgen ihr Können demonstrieren können und einen Einblick in diese für die
chinesische Medizin so wichtige Disziplin der TCM geben.
Für alle Leser unseres Blattes, die des Chinesischen nicht mächtig sein sollten: Keine Angst,
die Ausbildung in Lu Zouh wird von deutsch- und englischsprachigen Kräften durchgeführt und
hervorragend (z.B. von Franz Thews) moderiert.
Wer bei den ersten Gruppen im nächsten Jahr dabeisein will sollte sein Interesse unbedingt mit dem
auf der nächsten Seite anhängenden Faxabschnitt bekunden. Über die jeweils entsprechenden
Projekte und Termine wird er dann informiert.
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