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Das Schröpfen, auf chinesisch Ba Guan gehört zu den ältesten
naturheilkundlichen Verfahren überhaupt. Hierbei werden Gefäße aus
unterschiedlichen Material mit Unterdruck auf die Haut aufgesetzt.
Während der Behandlung entstehen unterschiedliche Reize die
einen Heilungsprozess einleiten können. Diese Heilungsprozesse sind unter
unterschiedlichen Betrachtungen zu erklären:
- physiologische Aspekte
- immunologische Aspekte
- humoralpathologische Aspekte
- reflektorische Aspekte
- energetische Aspekte
Des weiteren können Stoffwechselprodukte auf die Haut ab-
oder ausgeleitet werden. Metaboliten werden abtransportiert, Sauerstoff kommt
vermehrt ins Gewebe und somit bauen sich Verspannungen und Schmerzen ab.
Aufgrund der einfachen Anwendung war das Schröpfen auch im
Volke, insbesondere in den ländlichen Gebieten sehr beliebt.
Aufgrund der Hinwendung zur modernen Medizin wurde diese
Methode jedoch etwas vernachlässigt.
Was als negatives aus dem Übergang zum Modernen und der
Abkehr des Altbewährten übrig blieb, war oftmals der negative Satz "Na
hat Er dich richtig geschröpft?". Jedoch kam das Schröpfen nie richtig
aus der Mode.
Je nachdem ob man nun bei der zu behandelnde Zone eine
festgestellt hat, kann der Therapeut zwei grundlegend
unterschiedliche Verfahren wählen. Wir kennen hier das
- trockene Schröpfen
- blutige Schröpfen
Neben diesen Verfahren werden noch Sonderformen des Schröpfens
durchgeführt:
- Schröpfkopfmassage
- wandernde Schröpfköpfe
Gerade die chinesische Medizin hat einen großen Anteil an der
Schröpfbehandlung. Bereits im zweiten Jahrhundert nach Christus werden in China
Rinderhörner zum Schröpfen genutzt.
In dem klinischen Bereich kann es durchaus vorkommen, das über
Akupunkturnadeln die im Körper stecken noch Schröpfköpfe zur Reizsteigerung
eingesetzt werden.
Als Basis einer Behandlung darf man die Schröpfkopfbehandlung
nicht unterschätzen. An wertvollen Indikationen für das Schröpfen können
aufgeführt werden:
- Verspannungen
- Schmerzen allgemein
- Schmerzen des Rückens
- Schmerzen der Schulter
- Rheuma
- Migräne
- Spannungskopfschmerz
- banale Infekte
- Erkältungskrankheiten
- depressive Verstimmung
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